Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.
Johanna-Dohnal-Enquete, 9. Juli, 12 Uhr
Alles wird teurer, aber was macht eigentlich die Regierung? Während läppische Einmalzahlungen gegen die Teuerung an die einfachen Leute verteilt werden, bekommen Großkonzerne, Reiche und Unternehmer:innen Milliarden in den Rachen geschmissen. Uns Frauen reicht’s! Wir wollen einen starken Staat, der auf die Bedürfnisse der finanziell schwächer gestellten schaut. Denn vor allem die Frauen spüren die Teuerung am stärksten. Deswegen wollen wir uns bei der diesjährigen Johanna Dohnal Enquete mit der Frage auseinandersetzen wie Vermögen in Österreich überhaupt verteilt ist, wohin öffentliche Gelder fließen und ob die Politiker(innen) den Frauen im Land wirklich dienen?
Johanna Dohnal hat schon gesagt, dass die Frauen immer nur das erreicht haben, was sie sich selbst erkämpft haben. Deswegen wollen wir auch weiterhin laut sein - offline, aber auch im Netz. Zusätzlich wird es zu den drei inhaltlichen Workshops daher auch einen Social Media Workshop geben, in dem wir uns das wichtigste Handwerkszeug für den digitalen Raum erarbeiten werden. Bleiben wir gemeinsam laut, setzen wir uns gemeinsam ein für einen starken Staat, statt für’s Patriarchat!
Sei am 09. Juli um 12 Uhr bei der Johanna-Dohnal-Enquete dabei und tausch dich mit uns aus. Komm ins ega:frauen im zentrum (Windmühlgasse 26, 1060 Wien) und wähle einen von vier spannenden Workshops!
Die Johanna Dohnal Enquete ist offen für alle Geschlechter.
Hier anmelden
Im Anschluss findet das Frauen*fest der Generationen statt, wo sich Frauen* vernetzen können.
Workshops
Gender Budgeting: "Her(r) mit den Moneten!"
Das Budget ist Ausdruck der wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Prioritäten einer Regierung und eines der wirksamsten Instrumente der Politik. Wie öffentliche Gelder verteilt werden, spielt für die Lebensbedingungen von Menschen eine enorme Rolle. Vor allem Frauen werden in Budget-Fragen immer noch zu selten mitbedacht - wie wird mit der Sorgearbeit von Kindern und Alten umgegangen, was hat’s mit der anhaltenden Benachteiligung am Arbeitsmarkt auf sich? Tamara Premov ist Referentin für “öffentliche Haushalte und Sozialstaat” in der Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der Arbeiterkammer Wien und gibt uns in ihrem Workshop spannende politische Einblicke in die Welt des Gender Budgetings.
Endlich fair verteilen - Vermögen für alle, statt für wenige!
Wie kann man Verteilungsgerechtigkeit gewährleisten in einem Land, in dem über 80 Prozent der staatlichen Steuereinnahmen aus Arbeit und Konsum stammen und Vermögen und Erbschaften kaum besteuert werden? Österreich ist ein Phänomen, wenn es um Vermögenskonzentration und ungerechte Vermögensverteilung geht. Das können wir ändern. Wie wir Vermögen fair verteilen, Frauen und arbeitende Menschen entlasten und eine fairere Gesellschaft bauen, das erzählt uns Miriam Fuhrmann. Sie ist Expertin für Wirtschaftsfragen im Volkswirtschaftlichen Referat des Österreichischen Gewerkschaftsbunds. Zu ihren Schwerpunkten zählen Finanz-, Budget- und Steuerpolitik, Forschung, Wirtschaft & Menschenrechte, und Wettbewerbsrecht.
How to? Social Media und Texten für den digitalen Raum und die feministische Revolution
Feministin sein ist nicht schwer, auf Social Medie Gehör finden, umso mehr. Damit wir auch im Netz eine starke feministische Bewegung sein können, zeigen uns Patricia Huber und Katrin Glössel vom Kontrastblog Social Media Skills und Kniffe. Wie schreibe ich einen ansprechenden Postingtext? Was macht ein gelungenes (feministisches) Posting aus? Und wie kann ich meine feministischen Anliegen auch im digitalen Zeitalter nach außen vertreten. Das und mehr erfährst du im “How to: Social Media”-Workshop.
Die Teuerung feministisch bekämpfen
Warum muss jemand in einem reichen Land wie Österreich überhaupt arm sein? Und warum trifft es überproportional oft Frauen? Diese Fragen werden uns in diesem Workshop beschäftigen. Daniela Brodesser engagiert sich seit 2017 als Kolumnistin und “Armuts-Aktivistin” und prangert fehlende Teilhabe, Beschämung und Rückzug armer Menschen aus der öffentlichen Sphäre an. Ihre Expertise speist sich aus persönlichen Erfahrungen, aber auch aus der Auseinandersetzung systematischer Probleme.
Hier anmelden
Was dir auch gefallen könnte:
Interview
Selbstbestimmung darf keine Frage des Geldes sein
Der Verein CHANGES for women unterstützt ungewollt Schwangere, die sich einen Abbruch nicht leisten können – schnell, unbürokratisch und ohne zu urteilen. Im Interview erzählt der Verein von den größten Hürden, konkreter Unterstützung und davon, was sich für einen selbstbestimmten Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen dringend ändern muss.
Girls in Politics
Wie sieht der Alltag einer Politikerin aus? Bei „Girls in Politics“, einer Initiative des Frauenministeriums, bekommen Mädchen und junge Frauen einen Tag lang die Möglichkeit, Einblick in die Politik zu gewinnen.
Her mit unserem Stück vom Kuchen!
Frauen leisten ein Leben lang – bezahlt und unbezahlt. Trotzdem bekommen sie im Alter deutlich weniger Pension als Männer. Wir setzen uns für faire Löhne, mehr Lohntransparenz und bessere Rahmenbedingungen für Kinderbildung und Pflege ein. Denn soziale Sicherheit im Alter beginnt mit Gleichstellung im Erwerbsleben.