SPÖ Wien

Was sind Deepfakes?

Deepfakes sind mit KI erstellte Fälschungen, die Menschen in Situationen zeigen, die nie stattgefunden haben. Sie können Leben zerstören, die Würde von Menschen verletzen und machen Frauen zu Opfern digitaler Gewalt – ohne deren Einverständnis und Kontrolle.

Die Zahlen sind alarmierend: Während 2023 noch ein Bild pro Minute produziert wurde, werden 2025 schätzungsweise 15 Deepfake-Bilder pro Minute generiert. Die Entwicklung ist rasend schnell, die Folgen verheerend.

Unsere Forderungen

SPÖ Wien

Die sofortige und lückenlose Umsetzung des EU-Verbots für KI-Deepfake-Anwendungen.

SPÖ Wien

Strafen für digitale Gewalt.

Es müssen rechtliche Konsequenzen bei missbräuchlicher Verwendung von Deepfakes geben. Die Rechtslage muss dringend überprüft und angepasst werden, um Täter konsequent zu bestrafen.

SPÖ Wien

Den EU AI-Act zügig umsetzen. 

KI-Systeme müssen klar gekennzeichnet, Risiken müssen dokumentiert und die Datenqualität muss sichergestellt werden.

SPÖ Wien

Die EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen in nationales Recht umsetzen.

Dabei müssen auch alle Formen digitaler Gewalt ausdrücklich berücksichtigt und wirksam geregelt werden.

SPÖ Wien

Eine Prüfung der österreichischen Rechtslage im Bereich digitale Gewalt und Cyberkriminalität.

Sowie etwaige Anpassungen zum besseren Schutz der Betroffenen.

SPÖ Wien

Regelmäßige Schulungen für Polizei, Justiz und Sozialarbeiter:innen.

Damit digitale Gewalt erkannt und geahndet wird.

SPÖ Wien

Ausbau der Kompetenzstelle gegen Cyber-Gewalt.

Betroffene brauchen schnelle Hilfe und Unterstützung.

Jetzt unterschreiben!

Häufige Fragen rund um Deepfakes:

Frauenhass als politisches Mittel und Geschäftsmodell

Gewalt gegen Frauen ist zwar kein neues Phänomen, doch die digitale Welt hat ihr eine neue, grausame Dimension hinzugefügt.

In Europa hat bereits jede dritte Frau Belästigung, Missbrauch oder sexuelle Gewalt erlebt. Digitale Gewalt verschlimmert dieses Problem enorm. Zudem wird Gewalt so auch zum Geschäftsmodell und politischen Werkzeug.

Dr. Julia Bee, Professorin für Gender Media Studies, warnt: 

„Die politische Situation spiegelt sich in den großen Tech-Systemen, die hauptsächlich von Männern dominiert und finanziert werden, die wiederum ein bestimmtes Gesellschaftsbild vertreten, in dem der Stärkere gewinnen soll und Frauenrechte missachtet werden.“ 

Hinzu kommt, dass die entsprechenden Firmen oft Millionenumsätze mit Apps und Anwendungen für pornografische Deepfakes machen.

Digitale Gewalt ist reale Gewalt mit realen Folgen

Digitale Gewalt wird oft verharmlost, doch sie ist real und hat gravierende Folgen. Sie verletzt die Grundrechte, die Würde sowie die Privatsphäre der Betroffenen und kann sogar zu körperlichen Verletzungen führen. Viele Betroffene fühlen sich von ihrem eigenen Körper entfremdet und leiden unter traumatischen Erfahrungen, Angst und Panikattacken.

Doch es gibt Hoffnung: Immer mehr Menschen erheben ihre Stimme. Ein Beispiel ist die deutsche Moderatorin Collien Fernandes, die mutig öffentlich machte, was Millionen Frauen täglich erleben.

Erste Meilensteine

Die österreichische Bundesregierung hat unter Federführung von Frauenministerin  Eva-Maria Holzleitner im vergangenen Jahr einen umfassenden Nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen und Mädchen vorgelegt, der sich intensiv dem Thema digitaler Gewalt widmet. Die darin festgehaltenen Maßnahmen sollen nun rasch zur Umsetzung gebracht werden. Ein Gesetzesentwurf zur Schaffung rechtlicher Konsequenzen für die missbräuchliche Verwendung von Deepfakes wird von Justizministerin Anna Sporrer ausgearbeitet.

Wien bekennt sich mit dem Beschluss eines Antrags Ende März im Wiener Gemeinderat ganz klar zu einem umfassenden Schutz vor Gewalt im digitalen Raum und zur zielstrebigen Umsetzung des Nationalen Aktionsplans gegen Gewalt an Frauen und Mädchen sowie der darin enthaltenen Maßnahmen gegen digitale Gewalt. Wien bleibt Vorreiterin bei Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen und wird unter anderem die Kompetenzsstelle gegen Cybergewalt ausbauen.

Auch auf EU-Ebene gibt es Fortschritte: Am 26. März 2026 hat das EU-Parlament ein wegweisendes Verbot beschlossen. Demnach sollen KI-Anwendungen verboten werden, mit deren Hilfe Nutzer:innen sexualisierte Videos und Bilder von Menschen ohne deren Einwilligung erstellen können. Plattformen sollen außerdem dazu verpflichtet werden, ohne Einverständnis erstellte Inhalte zu löschen. Das ist ein wichtiger erster Schritt. Doch Worte müssen Taten folgen. Denn ein Verbot allein reicht nicht aus.

Wir brauchen jetzt konkrete Maßnahmen.

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